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Sag beim Abschied leise Servus


Als Schweini kennt ihn die deutsche Fußballnation: Bastian Schweinsteiger, der blonde Bayer hat sich schon vor zwei Jahren aus der Nationalmannschaft verabschiedet. In diesem Jahr steht nun auch der Abschied von der Profi-Fußballerkarriere an. Ende August findet sein Abschiedsspiel in der Allianz Arena in München statt und das Spiel wird aller Voraussicht nach ausverkauft sein.

Jugend

Der junge Basti war sportbegeistert, mit drei Jahren begann er im Verein mit dem Fußballspiel. Aber auch Skifahren gehörte zu seinen sportlichen Betätigungen. Hier waren seine Leistungen herausragend, er konnte sogar Felix Neureuther schlagen. Doch der junge Schweinsteiger entschied sich gegen eine Karriere im kalten Schnee und für den grünen Rasen, und hat damit alles richtig gemacht.

Bereits im Alter von vierzehn Jahren wurde er als junges Talent in die Jugendmannschaften des FC Bayern integriert. Wenig später waren der Gewinn der Meisterschaft bei den B-Junioren und im Folgejahr bei den A-Junioren die ersten großen Erfolge seiner Karriere. Mit 18 hatte er seinen ersten Pflichtspieleinsatz mit dem Profi-Kader des deutschen Rekordmeisters und erhielt prompt einen Profispielervertrag, der Traum vieler junger Talente.

FC Bayern München

Die Karriere und die damit verbundenen Erfolge bei dem Verein an der Isar können ganze Bücher füllen. Schweini passte zu den Bayern wie die Faust aufs Auge. Als Mittelfeldspieler liebte er es, wenn das Spiel vor ihm stattfand, wenn er von hinten dirigieren konnte, und damit war er sehr erfolgreich. Manchmal gelangen ihm auch gezielte Distanzschüsse mit anschließendem Torerfolg, aber das Toreschießen überließ er meist den richtigen Stürmern.

Das letzte Pflichtspiel für den FC Bayern bestritt er gegen Mainz, es war Schweinis 500. Einsatz für die Münchener in einem Pflichtspiel. Die Meisterschaft hatte der Verein schon im Vormonat vorzeitig gewonnen, das Team konnte daher entspannt einen 2:0 Sieg einfahren, den Endstand erzielte Bastian Schweinsteiger. Mit insgesamt 15 Titeln aus Meisterschaften und Pokalerfolgen war er nun der alleinige vereinsinterne Rekordhalter. Auf der Torschützenliste des Vereins schaffte er es allerdings nur auf den 22. Platz, immerhin noch vor Franz Beckenbauer, Michael Rummenigge und Michael Ballack.

Manchester United

Nach siebzehn außerordentlich erfolgreichen Jahren mit den Bayern hatte Schweini den Wunsch, vor Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues auszuprobieren. 2015 wechselte Bastian Schweinsteiger zu Manchester United und traf dort auf einen seiner ehemaligen Trainer, Louis van Gaal. Doch nach einem Trainerwechsel wurde der Mittelfeldspieler in die Reserve-Mannschaft verbannt. José Mourinho hatte für den Bayern offenbar keine Verwendung.

Chicago Fire

Im Jahr 2017 schließlich entschied sich Schweinsteiger für einen erneuten Wechsel, diesmal in die amerikanische Major League. Mit Chicago Fire hatte er offenbar den richtigen Verein gefunden, hier stimmte die Chemie, und er konnte dem vorher recht erfolglosen Team zu neuem Glanz verhelfen. Am Saisonende wurde er sogar in das All Star Team der Liga berufen und führte es im Spiel gegen Real Madrid als Kapitän an. Das Team schlug sich wacker mit einem 1:1 Unentschieden nach der regulären Spielzeit, unterlag dann aber im Elfmeterschießen.

Karriere in der Nationalmannschaft

Das bayerische Ausnahmetalent begann seine Nationalmannschaftskarriere mit Erfolgen in der U18 und U21, mit 18 hatte er dann sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Die Teilnahmen bei drei Weltmeisterschaften und vier Europameisterschaften stehen zu Buche. Ohne Schweinsteiger wäre Deutschland 2014 wohl kaum Weltmeister geworden. Im Finale gegen Argentinien lieferte er eines der besten Spiele seiner Karriere ab. Er wurde mehrmals gefoult, hatte eine Platzwunde unter dem Auge, eine Auswechslung kam für ihn dennoch nicht in Frage. Nach der Europameisterschaft in Frankreich erklärte er seinen Rücktritt aus der National-Elf.